17.09.2026
Baugebiet Hönighausen: Bezahlbares Bauland wird nur in Teilen erschlossen.

Der Umfang des Baugebiets Hönighausen wurde von den Gegnern reduziert: Vorgesehen sind nun lediglich 6 Einfamilienhäuser, 2 Doppelhaushälften und ein Wohnhof.

Leider hat eine Mehrheit des Gremiums die weitergehende Idee, im Bereich Hainsacker günstige Bauflächen zu schaffen, nur als bedingt notwendig angesehen. Deshalb wurde die Erschließung von weiteren 7 Einfamilienhäusern, 8 Doppelhaushälften und zwei zusätzlichen Wohnhöfen mit entsprechend großem Wohnraumpotenzial gestrichen.

📍 Die nun vorgesehenen Bauflächen haben wir auf der Karte markiert. Der Bereich nördlich des Grünstreifens soll zunächst nicht erschlossen werden. Der übrige Teil wurde den Eigentümern als Rückbehalt zugesagt.

Damit wird jungen Familien und Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Wohnsituation verändern möchten, ein Teil des vorgesehenen günstigen Baulands vorerst vorenthalten.

Der angesetzte Preis von 430 €/m² steht dabei in deutlichem Gegensatz zu dem gleichzeitig auf den Weg gebrachten Baugebiet in der Pfeifing (Kareth) mit 790 €/m².

💬 Besonders irritierend sind Aussagen wie:

100.000 Euro mehr oder weniger dürfen beim Hausbau keine Rolle spielen.

Für eine junge Familie sind 100.000 Euro keineswegs eine Kleinigkeit. Gerade angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten entscheidet der Grundstückspreis wesentlich darüber, ob der Traum vom Eigenheim überhaupt finanzierbar ist.

Hinzu kommen Argumente gegen Hönighausen, die bei genauer Betrachtung nicht überzeugen.

So wurde wiederholt behauptet, die bestehenden Anwohner von Hönighausen müssten wegen des Baugebiets mit erheblichen Kosten für die Ertüchtigung von Kanal und Wasser rechnen. Diese Aussage ist mittlerweile schriftlich widerlegt.

Auch das Argument des Naturverbrauchs stellt sich grundsätzlich bei jeder neuen Siedlungsentwicklung auf der grünen Wiese. Natürlich müssen Auswirkungen auf Natur und Landschaft berücksichtigt werden. Gleichzeitig sollte man aber nicht vergessen, dass auch die bestehenden Häuser und Siedlungen in unserer Gemeinde einst auf Flächen entstanden sind, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde und Tiere Lebensraum hatten.

Auch die Kritik an der Infrastruktur verdient eine differenzierte Betrachtung. Wenn einerseits behauptet wird, in diesem Baugebiet müsse jeder zwingend mit dem Auto fahren, andererseits aber darauf verwiesen wird, dass die Schule zu Fuß erreichbar sei, muss dafür die Kreisstraße gequert werden, was laut Analyse einiger Gegner eine große Gefahr darstellt.

Dass diese Gefahr für den Nachwuchs der bestehenden Ortsteile Hönighausen und Harreshof seit Jahren händelbar ist, wird gekonnt weggelassen. Es scheint so als werden Argumente an den Haaren herbeigezogen und den Leuten durch ständige Wiederholung eingetrichtert.

💶 Ein weiterer Aspekt ist die finanzielle Perspektive der Gemeinde.

Durch die zunächst nicht umgesetzte zusätzliche Erschließung könnten dem Markt Lappersdorf rund 1,6 Millionen Euro an Einnahmen entgehen – Geld, das beispielsweise für Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt werden könnte.

Natürlich ist dieses Potenzial nicht endgültig verloren. Das Baugebiet könnte zu einem späteren Zeitpunkt erweitert werden. Ob dabei möglicherweise auf eine spätere Erhöhung des Bodenrichtwerts und damit auf höhere Grundstückspreise beziehungsweise höhere Erträge spekuliert wird, können wir nicht beurteilen. Das sollte deshalb auch nicht unterstellt werden.

Entscheidend ist für uns der Blick nach vorne:

Wir wünschen uns, dass alle endlich sachlich diskutieren und den Wahlkampfmodus verlassen. Potenzial für bezahlbares Bauland sollte nicht unnötig ungenutzt bleiben.

Jungen Familien und Bürgerinnen und Bürgern, die in Lappersdorf wohnen bleiben oder hier neu Fuß fassen möchten, sollte eine echte Chance auf erschwingliches Bauland in guter Lage gegeben werden.

Nicht für jeden sind 100.000 Euro mehr oder weniger Peanuts.

🏡 An alle Interessierten und Bewerber: Lassen Sie sich nicht verunsichern und bewerben Sie sich, sobald dies möglich ist.

Das Baugebiet hat nicht nur eine schöne Lage sondern ist auch infrastrukturell gut angebunden. Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit bekommen, sich in Lappersdorf Wohnraum leisten zu können.